Odenwaldgeschichten

"Odenwaldkrimis" von anno dazumal

 

Der Türkenhannes

Eine alte Räubergeschichte aus dem vorderen Odenwald

 

Am Heidestock

Erzählung aus schweren Tagen des Odenwaldes

 
Seit gut 100 Jahren gehört die Geschichte des „Türkenhannes“ zur  Literatur des vorderen Odenwaldes. Sie ist zum ersten Mal 1904 in der „Starkenburger Provinzialzeitung“ erschienen. Geschrieben wurde „Der Türkenhannes“ von Robert Gerkenner. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich der Heringer Pfarrer Josef May. 1905 veröffentlichte Gerkenner die Erzählung „Am Heidestock“, die völlig in Vergessenheit geraten ist und zufällig wieder entdeckt wurde. Das war ausschlaggebend dafür, dass der Forstberg-Verlag die beiden Geschichten nun unter dem Titel „Odenwaldgeschichten“ in einem Buch veröffentlich hat.
 
 
Der Türkenhannes
„Feurio! Die Bundenmühle brennt!“ – ruft entsetzt der Müller von der Heid, als er die mächtigen Flammen aus der tausend Schritte talabwärts gelegenen Mühle am dunklen Nachthimmel lodern sieht. Während er mit seinem Gesinde dem Nachbarn zur Hilfe eilt, raubt der Türkenhannes, der den Brand gelegt hat, mit seiner Bande die Heidenmühle aus. Die Bande um Johann Georg Schweger, die 1743 nach der Schlacht von Dettingen hier ihr Unwesen treibt, vergräbt die Beute in ihrem Versteck. Dabei werden sie von zwei Otzberger Reitknechten beobachtet. Unter der Führung von Stephan Olla, ehemaliger Kommandant auf der Veste Otzberg, wird die Bande umstellt. Als die Räuber  versuchen die Umzingelung zu durchbrechen, kommt es zu einem blutigen Zusammenstoß. Dabei wird Olla verwundet. Die Räuber werden gefangen genommen und später am Umstädter Galgen gehängt. Nur dem „Türkenhannes“ gelingt die Flucht. Nach Jahren erkennt ihn Olla wieder …
 
Am Heidestock 
Die Wogen der Französischen Revolution erreichten gegen Ende des 18. Jahrhunderts auch den Odenwald. An einem eisig kalten Dezembertag im Jahre 1795 gewährt der Köhler Bernhard, der auf dem Heidestock seine Hütte hatte, dem französischen Flüchtling Martin Bernier Zuflucht. Der königstreue Bernier desertiert aus dem französisch besetzten Mainz und ist auf dem Weg zu den österreichischen Truppen. Er erzählt dem Köhler seine ganze Geschichte. Daraufhin bietet dieser ihm an hier zu bleiben. Aus Martin Bernier wird der Köhlergehilfe Martin Bern, ein entfernter Verwandter des Köhlers. Alles geht gut – bis zum Sommer 1796. Französische Truppen kommen in den Odenwald. In der Dorfschmiede in Heubach begegnet der französische Offizier Gaspard  dem Köhlergehilfen und er glaubt, dieses Gesicht schon einmal gesehen zu haben …
 
96 Seiten, brosch, 13 x 20,5 cm, 7,90 Euro
Erhälich im Buchnandel
ISBN 978-3-9817742-0-7
 
Oder direkt beim Forstberg-Verlag
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