Werner Rühl

Der Darmstädter Heimatdichter Werner Rühl wurde 2008 zum „Heiner mit Herz“ gewählt und damit ist er unter anderem für sein gesellschaftliches Engagement geehrt worden. Am 10. September 2009 ist er im Alter von 74 Jahren verstorben. Werner Rühl war weder zu übersehen noch zu überhören - und mithin prädestiniert für den Beruf des Schutzmanns. So hießen 1958 die Polizisten, die sich noch zu Fuß unter die Leute mischten. Im Watzeviertel geboren und aufgewachsen, war Rühl mit seinen Eltern aufs Land gezogen und dann in die Stadt zurückgekehrt. Beim Ersten Polizeirevier, dem Schlossrevier, und beim Zweiten machte er knapp 20 Jahre Dienst, im Frühjahr 1978 übernahm er die Leitung der Pressestelle. Jeden Morgen um sieben galt seine Aufmerksamkeit den Berichten der Reviere und Kommissariate, und weil Rühl nichts Menschliches fremd war ("Die Leute wollen doch nicht nur Blut"), fand auch die eine oder andere Schmonzette seine Aufmerksamkeit und damit den Weg in die Redaktionen. Die flotte Feder, mit der er als Polizei-Pressesprecher zu Werke ging, nutzte er auch für seine in Mundart gereimten Kalendergeschichten "Uffgedischt" und die "Darmstädter Schutzmannsgeschichten", humoriges Ergebnis seiner Beobachtungsgabe als Polizist. "Da ist nichts erfunden", versicherte er glaubhaft.

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